
Der neue Weltbevölkerungsbericht ist da und kann ab sofort bei uns bestellt werden!

UNFPA fordert: Künftige Klimadebatte muss Frauen stärker berücksichtigen. Familienplanung, Gesundheit und Frauenförderung helfen den Klimawandel zu bewältigen
Die internationale Klimapolitik kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie die Bevölkerungsdynamik, Frauenförderung und Gesundheit stärker berücksichtigt. So lautet die Schlussfolgerung des UNFPA-Weltbevölkerungsberichts 2009, der heute international vorgestellt wird.
Im Laufe des letzten halben Jahrhunderts haben schnelles Bevölkerungswachstum und Industrialisierung zu einem raschen Anstieg von Treibhausgasemissionen geführt. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass ein langsameres Bevölkerungswachstum Ländern hilft, sich kurz- und mittelfristig besser an Klimaveränderungen anzupassen, und langfristig zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beiträgt. Nach Einschätzung von ExpertInnen würden bei einem Anstieg der Weltbevölkerung bis 2050 auf nur acht Milliarden anstelle der bislang projizierten neun Milliarden Menschen etwa ein bis zwei Milliarden Tonnen weniger Kohlendioxid (CO2) freigesetzt.
Bevölkerung und Klimawandel: In Gesundheit und Familienplanung investieren
Das Bevölkerungswachstum kann in vielen Regionen zur Verknappung von natürlichen Ressourcen wie Wasser und Ackerland führen und damit die Folgen des Klimawandels verschärfen – und den armen Ländern zusätzliche Hürden bei der Armutsbekämpfung und der Erfüllung der Millennium Entwicklungsziele in den Weg stellen.
Die Industrieländer haben bislang den größten Teil der klimaschädlichen Treibhausgase in die Atmosphäre geblasen, an den Folgen des Klimawandels leiden dagegen überproportional die Entwicklungsländer. Extreme Wetterereignisse, häufige Überschwemmungen, Dürren, Wasserknappheit, der Anstieg des Meeresspiegels, verschärfte Nahrungsmittelknappheit und zunehmende Gesundheitsrisiken treffen vor allem die ärmeren Bevölkerungsgruppen. Die meisten der rund 1,5 Milliarden Menschen auf der Welt, die mit weniger als einem US-Dollar am Tag auskommen müssen, sind Frauen.
Folgen globaler Klimaveränderungen: Frauen am stärksten betroffen
Der Report zeigt, dass Investitionen in Frauen und Mädchen die ökonomische Entwicklung vorantreiben und die Armut bekämpfen helfen und zugleich die Widerstandsfähigkeit der Menschen gegenüber den Folgen des Klimawandels stärken. Vor allem Maßnahmen im Bereich Bildung und Gesundheit stärken Frauen und Mädchen. Beispielsweise haben Mädchen mit einer höheren Schulbildung später eher kleinere und gesündere Familien. Frauen, die Zugang zu Dienstleistungen der reproduktiven Gesundheit – einschließlich Familienplanung – haben, bekommen weniger Kinder.
Gesundheitsrisiken und Umweltmigration
Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation haben klimatische Veränderungen im Jahr 2000 rund 150.000 Menschen zusätzlich das Leben gekostet – durch extreme Hitzewellen, stärkere Stürme und andere Naturkatastrophen.
Insgesamt 25 Millionen Menschen wurden bereits durch die sich verändernden Umweltbedingungen vertrieben. Besonders Menschen, die in flachen Küstenregionen leben, sind in Gefahr. Die Autoren des Reports fordern die Regierungen auf, die Planung und das Management von umweltbedingten Bevölkerungsbewegungen zu verbessern sowie in Katastrophenminderung und -vorsorge zu investieren.
„In Kopenhagen darf es nicht nur um klimafreundliche Technologien und die Reduktion von Treibhausgasen gehen“, fordert UNFPA - Vertreterin Bettina Maas. „Die Klimadebatte der Zukunft muss die menschlichen Dimensionen des Klimawandels einschließen und vor allem Frauen bei den Strategien zur Bewältigung des Klimawandels stärker berücksichtigen.“
Sie können den neuen Weltbevölkerungsbericht ab heute bei uns bestellen unter
info@swi-austria.org oder 01 533 455 1.
Weiterführende Informationen, wie die Zusammenfassung des Weltbevölkerungsberichtes und Fact Sheets zum Thema Klimawandel und Bevölkerung sind unten stehend für Sie zum Download bereit gestellt.
Dateidownload:
Zusammenfassung_des_UNFPA-Weltbevoelkerungsberichtes_2009.pdf